Archiv für September 2009

Shisha – ein orientalisches Brauchtum

Die Shisha (Wasserpfeife) ist ein altes orientalisches Kulturgut das kaum mehr aus einigen Teilen der arabischen Welt weg zu denken ist. Ihre Entwicklung fing in Indien ganz simpel an, sie wurde aus einer Kokosnuss und einem Bambusstrohhalm konstruiert. Mit dem Feldzug der Osmanen gelangte sie in den orientalischen Teil der Welt und wurde dort weiterentwickelt bis zu ihrer heutigen Form. Die Shisha wird überall wo sie geschätzt werden anders genannt. In der Golfregion heißt sie Shisha während die Ägypter eher Djauza oder Goze sagen, die Araber nennen sie wieder rum Nargile. So verschieden die Namen der Shishas (Wasserpfeifen) sind in den einzelnen Regionen so unterschiedlich sind auch die bevorzugten Materialien aus denen sie hergestellt sind. Die Materialauswahl bei der Shisha richtet sich vor Allem nach den natürlichen Ressourcen in den Gegenden. Meist besteht die Shisha allerdings aus Glas oder Metall wie zum Beispiel Messing.

Das Aussehen der Shisha und deren Funktion sind identisch mit dem der orientalischen Wasserpfeife. Es gibt lediglich eine ganz besondere Form der Shisha nämlich die türkische Shisha. Die unterscheidet sich von der normalen bekannten orientalischen Shisha darin das sie statt einem mehrere Schläuche hat. Diese Form der Shishas ist eigentlich als sehr hygienisch anzusehen da jeder der an dem gesellschaftlichen Treffen teilnimmt seinen eigenen Schlauch zum Rauchen hat und auch entsprechend sein eigenes Mundstück hat. Dies ist bei den anderen orientalischen Shishas nicht der Fall daher ist es hier besonders wichtig zu wissen mit wem man an dem Ereignis teilnimmt. Dadurch das das Mundstück durch viele Hände und Münder wandert ist die Gefahr recht groß sich mit Krankheitserregern anzustecken oder auch mit Bakterien, dies ist besonders dann recht hoch wenn das ersetzbare Mundstück nicht regelmäßig ausgewechselt wird. Das Wort Shisha  stammt aus dem Arabischen und bezieht sich auf das Material denn Shishas bestehen in Arabien zum Großteil aus Glas als Grundrohstoff. Was aufgrund des hohen Sand und Quarzvorkommen auch nahe liegend ist.

Shishas gehören auch bei uns immer öfter zum Gesellschaftsbild dazu denn seit einigen Jahren vermehren sich die so genannten Shisha Bars rapide und immer mehr Anhänger auch europäisch Stammende  begeistern sich für die orientalische Shisha-Kultur. Auch die Shisha-Community im World Wide Web vermehren sich in Form von  Shisha-Foren, Shisha-Blogs und Shisha Shops stetig. Der Genuss dabei ist in den beiden Kulturen aber verschieden anzusiedeln denn während im orientalischen Teil der Welt ausschließlich unaromatisierter Naturtabak geraucht wird, sind die Tabak-Sorten für die westlichen Shisha Jünger meist in allen möglichen und auch zugegeben teilweise unmöglichen Aromen zu bekommen. Dies gibt unseren Shisha Fans noch einen zusätzlichen Wohlfühlfaktor.

Wasserpfeife rauchen als Erlebnis

Während den letzten paar Jahren hat es die Wasserpfeife geschafft sich in Europa und so gut wie auf der ganzen Welt zu etablieren. Vor allem die Jugendlichen greifen mittlerweile sogar schon viel öfter zu Wasserpfeife, als zu Zigarette. Aber was macht die Shisha, wie die Wasserpfeife auch genannt wird eigentlich zu so einem Erlebnis? Als erstes wäre da mal die Vorbereitung. Dies ist nämlich schon ein ganz eigenes Zeremoniell, das seine Zeit braucht. Schließlich muss man die einzelnen Teile, es sind mindestens vier, erstmal zusammenstecken bevor man anfangen kann. Die Wasserpfeife besteht aus einer Bowl, das ist der untere Teil, welcher teilweise noch mit Wasser gefüllt werden muss, aus der Rauchsäule, das ist der mittlere Teil, aus dem Kopf, dies ist der obere Teil und schließlich aus dem Schlauch durch den der Rauch der Wasserpfeife gezogen wird.

Nachdem man alles ineinander gesteckt oder auch geschraubt hat, muss man den Tabak in den Kopf tun. In der Regel sind das etwa 5 bis 10 Gramm. Da guter Wasserpfeifentabak sehr feucht sein muss, sollte man ihn mit Glycerin oder auch Melasse betropft. Danach wird Alu-Folie draufgepackt und die Kohle angezündet, die ganz oben drauf kommt. Die Vorbereitungen wären nun soweit abgeschlossen und es kann jetzt losgehen mit dem eigentlich Rauchen der Wasserpfeife. Dazu wird an dem Schlauch gezogen. In der Regel kommt am Anfang noch gleich viel Rauch und der Geschmack ist auch noch nicht so intensiv. Die Wasserpfeife muss erst richtig gehen und das schafft man, wenn man am Schlauch zieht. Insgesamt dauert das auch nicht so lange und schnell wird der Schlauch weitergereicht, falls nicht mehrere vorhanden sind. Das Erlebnis der Wasserpfeife liegt zwar auch bei der Vorbereitung, allerdings ist es einfach der Geschmack, der viele dazu bewegt immer wieder Shisha zu rauchen.

Durch den Tabak, der durch die Wasserpfeife geraucht wird, entfaltet sich bei jedem neuen Zug ein sehr intensiver Geschmack. Zudem gibt es wirklich sehr viele verschieden Tabaksorten, die man in jedem gut sortierten Zubehörladen bekommt. In größeren Städten gibt es mittlerweile auch etliche Bars, in denen man Shisha rauchen kann und die haben auch unterschiedlichen Tabak. Das Erlebnis der Wasserpfeife hat auch etwas mit dem so genannten chillen zu tun. Man kann es sich ganz gemütlich in einem der Shisha-Cafés machen, denn dort werden in der Regel besonders bequeme Sofas zur Verfügung gestellt.